Interview mit dem Trainerteam des VfB Neuffen I

Interview von Rolf Birkmaier mit Trainer Felix Hummel und den Co-Trainern Tim Sternemann und Stephan Rothweiler.

Hallo, ⁠Tabellenführer nach der Vorrunde – hättet ihr damit nach dem durchwachsenen Sennerpokal und holprigen Saisonstart gerechnet?
Anfangs zunächst nicht. Der Abgang von Max Pradler hatte mehrere Herausforderungen, die es zunächst einmal zu bewältigen galt. Es musste ein neuer Co-Trainer gefunden werden, nebenher aber auch sportlich die große Lücke geschlossen werden. Das ist uns aufgrund der zahlreichen Verletzungen zunächst nicht so schnell gelungen als erhofft. Aber als sich dann mit der Zeit die personelle Situation verbessert hat und das System gefunden wurde, konnten wir das volle Potential abrufen und schlussendlich mit einer tollen Serie das Jahr abschließen und stehen bis dato verdient an der Tabellenspitze.

⁠Was war aus eurer Sicht der Schlüssel für die stetige Leistungssteigerung der Mannschaft?
Neben der fußballerischen Qualität ist vor allem die Einstellung und der Teamgeist entscheidend. Jeder einzelne Spieler hat sich individuell weiterentwickelt. Darüber hinaus haben wir gerade in Sachen Einstellung, Taktik und Teamgeist viel gearbeitet. Der Kader ist deutlich breiter aufgestellt, jeder Spieler kennt neben seinen eigenen Aufgaben auch die seiner Mitspieler, wo durch viele Spieler auch auf mehreren Positionen einsetzbar sind und uns die nötige Flexibilität geben, auf Ausfälle zu reagieren. Die Siege gegen die SGEH, Harthausen und zuletzt gegen Oberensingen haben uns moralisch sehr gutgetan und geben Selbstvertrauen für die Rückrunde.

⁠Wie hat das Team den Abgang des letztjährigen Torjägers Max Pradler nach den ersten Saisonspiele aufgenommen?
Das Team hat sehr verständnisvoll auf Max’s Entscheidung reagiert. Es war allen sofort klar, dass jetzt jeder nochmal eine Schippe drauflegen muss.
Mit Stephan Rothweiler konnten wir glücklicherweise die Lücke auf der Trainerposition direkt schließen und die Jungs haben mit Leistung abgeliefert. Was am Ende daraus geworden ist, ist bemerkenswert.

⁠Welche Stärke zeichnet diese Mannschaft aktuell besonders aus?
Teamgeist und Kameradschaft. Das beste Beispiel dafür war das letzte Heimspiel gegen Oberensingen 2. Eine Achterbahnfahrt der Emotionen, krasse Rückschläge und eine beeindruckende Moral. Aber auch andere wichtige Spiele und Rückschläge konnten wir durch großen Willen, sehr viel Leidenschaft und Kampf für uns entscheiden.

⁠Wie wichtig sind Zusammenhalt und Vereinsgefühl beim VfB Neuffen für den Erfolg?
Enorm. Das zeichnet den Verein auch aus und hebt ihn von vielen anderen Vereinen ab. Das familiäre Umfeld, die gute Zusammenarbeit zwischen den Teams und der Spielleitung sowie die Identifikation der Spieler mit dem Verein sind sehr wichtig für den Erfolg.

Was nehmt ihr euch als Trainerteam für die Rückrunde vor?
Wir haben in den vergangen beiden Jahren schon mal zwei gute Halbserien gespielt, aber es nie über die volle Distanz halten können. Das ist natürlich das oberste Ziel. Aber auch individuell wollen wir die Spieler weiterentwickeln und das Maximum aus Jedem herausholen. Klar ist aber auch: Erreicht haben wir noch gar nichts und geschenkt werden wir auch nichts bekommen.

Welche Botschaft habt ihr an Fans, Helfer und Unterstützer des VfB Neuffen?
Kommt zahlreich vorbei und unterstützt uns genau mit diesem Zusammenhalt und Vereinsgefühl, das den VfB so auszeichnet und wer weiß, vielleicht können wir am Ende gemeinsam für eine dicke Überraschung sorgen.